HSG Kochertürn / Stein

Erste Niederlage im Jahr 2018

HSG Kochertürn/Stein 2 unterliegt bei der HSG Taubertal 25:21 (13:11)

Nach zuletzt vier Siegen in Folge reiste die zweite Damenmannschaft am Sonntagnachmittag zuversichtlich nach Bad Mergentheim. Auch wenn man sich im Hinspiel, nach ganz schwacher Leistung, mit 21:34 geschlagen geben musste, war es nicht unmöglich die zwei Punkte mit nach Neuenstadt zu nehmen.

An diesem Tag war es wichtig, die wurfgewaltige Spielerin im rechten Rückraum frühzeitig in ihren Aktionen zu stören. Dieses Vorhaben wurde zu Beginn der Partie gut umgesetzt. Die Angriffe der HSG Taubertal wurden ein ums andere Mal engagiert unterbrochen. Im Angriff fehlte den Kochertürnerinnen zunächst die nötige Präzision im Abschluss. Die ersten Würfe mit dem harzfreien Spielgerät landeten leider neben dem Tor. Über ein 4:3 erspielte sich die HSG Taubertal in der 14. Spielminute erstmals eine 3-Tore-Führung (6:3). Die Damen 2 der HSG Kochertürn/Stein verkürzten zwar auf 6:5, mussten jedoch zwei Treffer in Folge hinnehmen, womit der 3-Tore-Rückstand wieder erreicht war. Direkt nach der nun folgenden Auszeit verkürzte Theresa Rauh auf 8:6. Doch was dann passierte ist unbegreiflich: durch haarsträubende Passfehler im Aufbauspiel der HSG Kochertürn/Stein 2 und individuelle Patzer in der Abwehr musste man die HSG Taubertal auf 11:6 (21. Minute) davonziehen lassen. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit bewies die Mannschaft von Trainer Deniz Gölcek noch einmal Moral und kämpfte sich durch eine effektive „zweite Welle“ und erfolgreiches Konterspiel wieder an die Gastgeberinnen heran. Beim Stand von 13:11 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Der Start in die zweite Halbzeit misslang der HSG Kochertürn/Stein 2. In der Abwehr stimmten Absprache und Timing überhaupt nicht mehr und die Angriffsbemühungen blieben wirkungslos. Die Taubertälerinnen stellten beim 16:11 (36. Minute) ihre 5-Tore-Führung wieder her. Danach konnte im Angriff zwar wieder Zählbares verbucht werden, doch in der Defensive fand man nicht mehr zu gewohnter Stärke zurück: viel zu einfach konnte sich die gefährliche Spielerin im rechten Rückraum nun durchsetzen. Mit der kurzen Deckung, die nach Meinung der mitgereisten Anhänger längst überfällig war, wollte man die erfolgreiche Schützin ausschalten. Dieses taktische Mittel brachte jedoch nicht viel. Die entstandenen Räume wurden von der flinken Mittespielerin genutzt und auch die Spielerin im linken Rückraum konnte nur schwer unter Kontrolle gebracht werden. Über 20:15 (45. Minute) und 23:18 (50. Minute) konnten die Damen der HSG Kochertürn/Stein 2 auf Abstand gehalten werden.

Plötzlich keimte noch einmal Hoffnung auf. In doppelter Überzahl verteidigten die Mädels aus Kochertürn clever und ließen kein Gegentor zu. Auf der anderen Seite wurden die Torchancen genutzt; Linda Sattelmaier verkürzte in der 53. Spielminute auf 23:21. Doch dies sollte der letzte Treffer der Kochertürnerinnen bleiben. Die HSG Kochertürn/Stein 2 zeigte nun Nerven und agierte kopflos: viel zu überhastet versuchte man die eigene Kreisläuferin anzuspielen. Man lief quer vor der Abwehr herum anstatt in die Tiefe zu gehen und schloss mit unplatzierten Würfen aus der zweiten Reihe ab - ohne zuvor Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben. Letztlich musste sich die HSG Kochertürn/Stein 2 mit 25:21 geschlagen geben.

Schade eigentlich, denn gegen die HSG Taubertal ist an diesem Tag definitiv mehr drin gewesen. Wer in einer entscheidenden Phase aber eine solch fahrige Spielweise zeigt, hat es wiederum nicht verdient zu gewinnen.

„Abhaken und gegen den HC Staufer Bad Wimpfen besser machen“ lautet nun die Devise für die nächste Partie. Das Spiel gegen den Tabellenachten findet am Samstag, den 03. März 2018 um 19:00 Uhr in der Helmbundhalle in Neuenstadt statt.


Es spielten: Sabine Reistle (Tor), Franziska Rauh, Linda Sattelmaier (7), Larissa Krebs (1/1), Anna Körner, Sabine Schad, Janet Hartmann (2/2), Madita Jochim, Vanessa Winzig (1), Theresa Rauh (3), Kristin Obertautsch (1/1), Carina Körner (4), Andrea Straub (2), Dina Obertautsch

 

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